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Beantwortet
Autor Dieter Krapohl am 15. Februar 2018
2927 Leser · 7 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Ministerämter für jüngere Nachfolger

Ich kann es nicht glauben, dass die CDU und auch die SPD keine jungen Frauen und Männer haben, die die schon im Pensionsalter sich befindlichen Minister(innen) etc. ablösen könnten.
Es gibt mit Sicherheit einige jüngere Personen mit Studium, Ausbildung und auch schon Erfahrungen für verschiedene Ministerposten,seien es: Finanzminister, Justizminister und viele Andere mehr.
Hier denke aber ich vor allem daran, dass man jemanden nur den Posten eines Verteidigungsministers(rin) zutrauen kann, der (die) diese Bundeswehr von Grund auf bis in hohe Stabsoffiziers- oder Generalsranges kennen gelernt hat und weiß wo der Weg lang geht und der Schuh wirklich drückt.
Eine Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die nach meiner Ansicht, durch Unfähigkeit und Nichtwissen über das gesamte Zusammenspiel , solch einen Ministerposten zu führen, siehe: Sofort-oder überschnelle und dadurch Fehlentscheidungen auf sehr vielen Gebieten,(G36, Traditionserlaß, Entlassung angeblich für Vorgänge in der Truppe falscher Verantwortlicher, usw.), einschließlich dem zerrüttenden Verhältnis zu vielen Soldaten und führenden Dienstgraden mit hohen Verantwortungen erheblich geschadet hat,
darf auf keinen Fall erneut den Posten als Verteidigungsministerin bekleiden.
Auch nicht, wenn sie Angela's, ach Entschuldigung Frau Bundeskanzlerin's Liebling ist.
Die zur Zeit herrschende nur 50 %ige Einsatzfähigkeit der Truppe kann man allerdings nicht nur der jetzigen Verteidigungsministerin anlasten, dieses Dilemma begann schon vor vielen Jahren unter den Vorgängern und der immer größeren Streichungen der Gelder vom Fin.-Ministerium für die Truppe.
Wie stehen Sie hierzu Frau Bundeskanzlerin?

Dieter Krapohl

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 19. März 2018
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Krapohl,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Wie Sie sicherlich in den Medien verfolgt haben, sind im neuen Bundeskabinett deutlich jüngere Ministerinnen und Minister vertreten als bisher.

Was sie Situation der Bundeswehr angeht, so sind bereits in der vergangenen Legislaturperiode Trendwenden eingeleitet worden bei Material, Personal und Finanzen. Ziel ist es, die Bundeswehr besser auf die heutigen Herausforderungen und die Herausforderungen der Zukunft einzustellen. Diese Trendwenden hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen eingeleitet und konsequent weiter entwickelt.

Nach mehr als 20 Jahren des Kürzens wächst die Bundeswehr in vielen Bereichen wieder und passt sich damit der veränderten sicherheitspolitischen Lage an. Der Regierungsentwurf zum Haushalt 2018 setzt dafür ein deutliches Signal. Das sichtbare Plus gegenüber den Mitteln der Vorjahre bedeutet, dass der lange Abwärtstrend gestoppt ist.

Auch im neuen Koalitionsvertrag ist festgeschrieben, die eingeleiteten Trendwenden konsequent fortführen. Damit die Bundeswehr ihre Aufträge in allen Dimensionen sachgerecht erfüllen kann, werden Soldatinnen und Soldaten die bestmögliche Ausrüstung, Ausbildung und Betreuung erhalten.

Im vergangenen Jahr wurden einige unerfreuliche und nicht hinnehmbare Vorfälle innerhalb der Bundeswehr bekannt. Die Verteidigungsministerin hat diese Fälle nicht bagatellisiert, sondern klar angesprochen. Dies ist richtig und wichtig. Bei den Untersuchungen zur Aufklärung der Vorfälle, hat sie die volle Unterstützung der Bundeskanzlerin und der gesamten Bundesregierung. Die große Mehrheit der Soldatinnen und Soldaten macht eine exzellente Arbeit. Dafür haben Bundeskanzlerin und Verteidigungsministerin mehrfach den Einsatzkräften im Ausland, aber auch an den Standorten der Bundeswehr im Inland gedankt.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (7)Schließen

  1. Autor Katharina Dr.med.Reitmaier
    am 15. Februar 2018
    1.

    Hr.Dieter,ich stimme Ihnen ebenfalls zu,das die CDU und SPD auch jüngeren
    vermehrt eine Chance geben sollten.Eine richtige Durchmischung von jung
    und alt wäre günstig.Und schlage überhaupt vor Ministerposten,von der Politik
    beauftragt,nur von beruflichen Experten ausgeführt zu werden,und man erwarten kann das Handwerk zu können.

  2. Autor Erhard Jakob
    am 16. Februar 2018
    2.

    Dieter,
    obwohl ich einiges anders sehe,
    gebe ich ihnen in vielen Recht!
    .
    Besonders bei der Verteidungsministerin sehe ich das anders.
    Wenn es um die Ausrüstung der Bundeswehr geht, muss
    sie sich doch auf Fachleute verlassen können. Richtig
    ist, dass sie sich in einigen Sachen zu sehr auf
    ihr Gefühl und zuwenig auf ihre Fach-
    leute verlassen hat.
    .
    Richtig ist auch aus meiner Sicht, dass die Minister
    nicht über 70 oder 80 Jahre sondern über
    30 oder 40 Jahre alt sein sollten.
    .
    Auch in der Politik kann *Betriebsblindheit* eintreten
    und dieser sollte man unbedingt mit jügeren
    Leuten entgegen wirken!

  3. Autor Ingeborg von Platen
    am 16. Februar 2018
    3.

    Der Stimmung in der Truppe und der Einsatzfähigkeit in Deutschland näher liegenden Gebieten wird es sicher nicht förderlich sein, wenn der Auftrag der Bundeswehr im Irak erweitert wird.

  4. Autor ines schreiber
    am 19. Februar 2018
    4.

    Aber so wie es aussieht wird es wohl weiter laufen wie bisher...
    Tauber tritt zurück... und anstatt jemanden aus der zweiten Reihe zu holen... wird eine Ministerpräsidentin ernannt... die Dame hat wohl genug zu tun mit ihrem Land.... wieso Doppelbesetzung müssen aufhören

  5. Autor Klaus Fink
    am 19. Februar 2018
    5.

    Man kennt den Spruch "Neue Besen kehren besser !"

    Mit neuen Kräften kommt meist auch neuer Schwung und Elan. Zudem gibt es deutlich weniger Vorbelastungen und Abhängigkeiten, die regelmäßig im Laufe längerer Amtsperioden entstehen.

    Aber wie bei einer Fußballmannschaft ist der Mix aus erfahrenen Politikern und Newcomern wohl das Optimum.

    Ein bestimmtes Fachwissen und Fachkenntnis sollte trotzdem stets Basisgrundlage sein. In einem Betrieb kann man auch nicht so ohne weiteres die Putzfrau zum Geschäftsführer machen, um es mal überspitzt auszudrücken.
    Im Verteidigungsressort gibt es gravierende Sach- und Personalprobleme. Und dafür gibt es Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Zumindest die politische Verantwortung für den Sanierungsfall Bundeswehr müsste Frau von der Leyen anständigerweise übernehmen, so wie es früher in ähnlichen Fällen die Norm war. Aber sie gehört zu den Adlaten von Merkel und wird damit zum Sonderfall.

    Eine Altersbeschränkung auf 30 bis 40 Jahre halte ich allerdings für weit überzogen und unangebracht.
    Andererseits ist ein Finanzminister über 70 Jahre auch nicht mehr gerade eine Wunschvorstellung zur Gestaltung zukunftsbezogener Politik. Es gilt auch hier Mitte und Maß.

  6. Autor Yan Suveyzdis
    am 12. März 2018
    6.

    https://www.bild.de/politik/inland/angela-merkel/minister...
    ---
    im Pensionsalter (59+) befinden NUR 6 neue Minister(innen):
    --
    Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (59, SPD)
    http://direktzu.de/kanzlerin/messages/wichtige-ministerpo...
    --
    Wirtschaftsminister Peter Altmaier (59, CDU)
    http://direktzu.de/kanzlerin/messages/nachfolge-kanzler-a...
    --
    Bundeskanzlerin Angela Merkel (63, CDU) über Rentner und Frührentner fast vergessen
    --
    Innen-, Bau- und Heimatminister Horst Seehofer (68, CSU) will abschieben viel...
    --
    Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (62, CSU)
    --
    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (59, CDU)
    http://direktzu.de/kanzlerin/messages/die-bundeswehr-und-...
    ...
    andere 9 Minister(innen) sind jung genug nur (37- 51 Jahre alt)

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