Von der dezentralen Erzeugung erneuerbarer Energie sind wir seit über 15 Jahren zutiefst überzeugt. Seit Beginn der Untersuchungen in 2015 zum möglichen Windpark Lußhardt haben wir nunmehr einen Untersuchungs- und Planungsstand erreicht, über den wir die Öffentlichkeit, Behörden und Kommunalpolitik informieren möchten.

Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, es wurde noch kein immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsbescheid beantragt. Auf Grundlage der Behördengespräche sowie sachlichen Kritikpunkten aus den öffentlichen Informationsveranstaltungen und dieser Plattform gehen die Untersuchungen und die Planung des Windparks Lußhardt weiter.

Diese Plattform bietet die Möglichkeit zu Information und Dialog über das geplante Projekt, nicht aber für energiepolitische Diskussionen, da wir uns strikt im Rahmen der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen bewegen.

Beantwortet
Autor sven reinmuth am 17. Juni 2019
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Umwelt

Wildtiere

Im südlichen Umfeld der aktuell beantragten Erweiterung (um 12,5 ha) des Baggersees Kronau besteht ein landesweit bedeutsamer Wildtierkorridor ... Ist Ihnen dieser Umstand bekannt und in wieweit nehmen Ihre Planungen darauf Rücksicht? Gibt es feiwillige Ausgleichsmaßnahmen seitens Ihrer Firma zur Waldrenaturierung?
MfG
Sven Reinmuth, Kirrlach

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Antwort
Von am 18. Juli 2019

Sehr geehrter Herr Reinmuth,

der Verlauf des Wildtierkorridor ist bekannt wird in der Planung berücksichtigt.
Ziel ist, die Rodungsflächen so gering wie möglich zu halten: Die Standorte für die Windenergieanlagen (WEA) wurden entlang von existierenden Waldwegen geplant. Zudem wurde eine Windenergieanlage mit sogenanntem Hybridturm ausgewählt. Dieses Turmsystem führt gegenüber vergleichbaren Anlagentypen mit reinen Stahlrohrtürmen zu deutlichen Flächeneinsparungen. Von den ca. 10,5 ha benötigter Gesamtfläche werden unmittelbar nach Errichtung der WEA ca. 4,0 ha wieder renaturiert.

Der erforderliche Holzeinschlag wird mit den Revierförstern abgestimmt und soweit wie möglich in die reguläre Waldbewirtschaftung des Forsts integriert. Es wurden Standorte gesucht, bei denen aufgrund des Baumalters ohnehin der Holzeinschlag in naher Zukunft ansteht. Letztendlich muss die dauerhaft in Anspruch genommene Waldfläche mit ca. 6,5 ha eins zu eins im selben Naturraum wieder ausgeglichen werden.

Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Ausgleichsmaßnahmen ergriffen, um die Eingriffe zu kompensieren. Die konkreten Ausgleichsmaßnahmen werden im Rahmen des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens öffentlich ausgelegt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Projektteam Windpark Lußhardt