Von der dezentralen Erzeugung erneuerbarer Energie sind wir seit über 15 Jahren zutiefst überzeugt. Seit Beginn der Untersuchungen in 2015 zum möglichen Windpark Lußhardt haben wir nunmehr einen Untersuchungs- und Planungsstand erreicht, über den wir die Öffentlichkeit, Behörden und Kommunalpolitik informieren möchten.

Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, es wurde noch kein immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsbescheid beantragt. Auf Grundlage der Behördengespräche sowie sachlichen Kritikpunkten aus den öffentlichen Informationsveranstaltungen und dieser Plattform gehen die Untersuchungen und die Planung des Windparks Lußhardt weiter.

Diese Plattform bietet die Möglichkeit zu Information und Dialog über das geplante Projekt, nicht aber für energiepolitische Diskussionen, da wir uns strikt im Rahmen der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen bewegen.

Beantwortet
Autor Jürgen Tillmann am 01. Juli 2019
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Technische Fragen

Erhöhung der Lärmbelästigung

Hallo Projektteam,
ich interpretiere ihre Aussage "Kronau wird von der WEA nichts mitbekommen" so, dass diese sich auf die Lärmbelästigung durch die WEA bezieht und nicht auf ihre Informationsbereitschaft gegenüber der Gemeinde Kronau.

Sie geben für die WEA eine Lärmbelästigung am Ortsrand von Kronau einen Wert von 30 - 35 dB an.

Berücksichtigt dieser Wert die überwiegend westlichen Windrichtungen?

Wie hoch ist der neue dB-Wert am Ortsrand von Kronau, der sich durch ihre WEA und die vorhandene Lärmbelästigung (Autobahn, Landstraße, A5-Quartier, etc.) ergibt?

Werden dadurch Grenzen für die Lärmbelästigung überschritten?

Wer kommt ggf. für die dann erforderlichen Schallschutzmaßnahmen auf?

Da die Lärmbelästigung durch die WEA als letzte Emittenden hinzukommt und andere bereits Lärmschutzmaßnahmen bauen (A5-Quartier), ist aus meinem Verständnis der Betreiber der WEA dann für diese Schallschutzmaßnahmen zuständig.

Wären diese Kosten in ihrer Finanzierung enthalten?

Jürgen Tillmann

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Antwort
Von am 18. Juli 2019

Sehr geehrter Herr Tillmann,

Schallemissionen, Schallausbreitung und Wahrnehmung können Sie der Isophonenkarte auf der Seite Projektinformationen (https://www.direktzu.de/windparklusshardt/Projektinformat...) oder der Präsentation entnehmen.

In dieser Abschätzung können an allen umliegenden Wohnbebauungen nicht nur die für allgemeine Wohngebiete festgelegten Grenzwerte in der Nacht von 40 dB(A) sondern sogar die Grenzwerte für reine Wohngebiete oder Kurgebiete / Krankenhäuser eingehalten werden. Der Wert von 40-50 dB ebtspricht dabei etwa der Lautsärke eines Kühlschranks, 30 dB dem Flüstern einer menschlichen Stimme.

Es handelt sich bei der vorgestellten Isophonenkarte nur um eine erste Schallabschätzung ohne jegliche Berücksichtigung von Vorbelastungen vor Ort, die im späteren Schallgutachten mit einberechnet werden.

Das endgültige Schallgutachten wird im Rahmen des immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahrens öffentlich ausgelegt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Projektteam Windpark Lußhardt