Von der dezentralen Erzeugung erneuerbarer Energie sind wir seit über 15 Jahren zutiefst überzeugt. Seit Beginn der Untersuchungen in 2015 zum möglichen Windpark Lußhardt haben wir nunmehr einen Untersuchungs- und Planungsstand erreicht, über den wir die Öffentlichkeit, Behörden und Kommunalpolitik informieren möchten.

Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, es wurde noch kein immissionsschutzrechtlicher Genehmigungsbescheid beantragt. Auf Grundlage der Behördengespräche sowie sachlichen Kritikpunkten aus den öffentlichen Informationsveranstaltungen und dieser Plattform gehen die Untersuchungen und die Planung des Windparks Lußhardt weiter.

Diese Plattform bietet die Möglichkeit zu Information und Dialog über das geplante Projekt, nicht aber für energiepolitische Diskussionen, da wir uns strikt im Rahmen der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen bewegen.

Beantwortet
Autor Thomas Steck am 31. Mai 2019
1684 Leser · 5 Stimmen (-1 / +4) · 1 Kommentar

Umwelt

Wieviel Quadratmeter Wald muß für dieses Projekt incl. Zufahrtswege gerodet werden ?

Wieviel Quadratmeter Wald muß für dieses Projekt incl. Zufahrtswege gerodet werden ? Werden für gerodete Bäume an anderer Stelle neue Bäume gepflanzt ?Und wie verlaufen die zukünftigen Fahrstraßen die zur Wartung der Anlagen führen ?

Was ist ihre Meinung zu der Aussage bzw.wie stehen sie dazu ? Windkraft im Wald - mehr Schaden als Nutzen

https://www.spektrum.de/kolumne/windkraft-im-wald-mehr-sc...

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Antwort
Von am 25. Juni 2019

Sehr geehrter Herr Steck,

der Gesamteingriff für die Errichtung des geplanten Windparks wird voraussichtlich rund 10,5 ha betragen. Diese Fläche ist sowohl für die eigentlichen Standorte der Windenergieanlagen (WEA) mit Kran- und Montageflächen als auch für die Erweiterung von Forststraßen und den Ausbau von Kurvenradien für die Anlieferung der WEA erforderlich.

Unser Ziel ist von Anfang an, die Rodungsflächen so gering wie möglich zu halten, deshalb haben wir die Standorte für die Windenergie entlang von existierenden Waldwegen geplant und eine Windenergieanlage mit einem sogenannten Hybridturm ausgewählt. Dieses Turmsystem führt gegenüber vergleichbaren Anlagentypen mit reinen Stahlrohrtürmen zu deutlichen Flächeneinsparungen.
Von den ca. 10,5 ha werden unmittelbar nach Errichtung der WEA ca. 4,0 ha wieder renaturiert.

Der erforderliche Holzeinschlag wird eng mit den Revierförstern vor Ort abgestimmt und soweit wie möglich in die reguläre Waldbewirtschaftung des Forst integriert. In Abstimmung mit dem Forst haben wir vor Ort Standorte gesucht, bei denen aufgrund des Baumalters ohnehin der Holzeinschlag ansteht.
Letztendlich wird die in Anspruch genommene Fläche durch umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen kompensiert.
Ein Ausbau der Windenergie in Baden-Württemberg ohne die Zurverfügungstellung von geeigneten Waldflächen ist aufgrund der Siedlungsdichte und des hohen Waldvorkommens in Baden-Württemberg nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Projektteam Windpark Lußhardt

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