Beantwortet
Autor Ralf Schulz am 19. April 2012
6017 Leser · 207 Stimmen · 6 Kommentare

Wirtschaft

Energie kosteneffektiv & auch Mobil nutzbar

Sehr geehrte Fr. Kanzlerin,

da leider Opportunisten uns überall umlagern, möchte ich etwas anregen, dessen Aufmerksamkeit eigentlich ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gehören sollte, vor allem im Angesicht von Umweltschutz und der Energiegewinnung, die auch wirtschaftlich jetzt schon einsetzbar ist.

Deshalb möchte ich Sie und auch die Öffentlichkeit darauf hinweisen, das italienischen Wissenschaftlern im Januar letzten Jahres unter Leitung von Andre Rossi in Bologna die kalte Fusion oder Low Energy Nuclear Reaction (LENR) gelungen war und bereits 1MW-Kraftwerke verkauft. Diese Technologie basiert auf Nickel-Hydrogen-Basis. Und ist auch sehr Kosteneffizient! Ab dem nächstem Jahr ist auch der Verkauf von 5-KW-Heimkraftwerken geplant.

Die Vorteile solcher Minikraftwerke liegen auf der Hand:

Völlig autarker Betrieb möglich, wie z. B. bei Stromausfällen, Naturkatastrophen, kriegerischer Akt

Keine Stromversorgung über Land oder unter Wasser mehr erforderlich

Mobil bis 1MW und höher überall verfügbar

Ich denke, das hier unbedingt, vor allem die Deutsche Industrie davon erfahren sollte, da diese Art der Energieerzeugung bereits Produktreife erlangt hat und gewiss eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft besitzt, die noch mehr potenzial in sich trägt, wenn die BRD der Forschung und Industrie, hier hinreichend unterstützt.

Wenn Sie im Internet unter den Begriffen "Ecat", "kalte Fusion", "Andre Rossi" suchen, finden Sie weitere Informationen über meine Angaben.

Mit der Hoffnung in der Öffentlichkeit und beim Kanzleramt entsprechendes Interesse und Aufmerksamkeit zu erregen verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Ralf Schulz

+207

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Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 23. Mai 2012
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Schulz,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

In den Kraftwerken, die Andrea Rossi und sein Team in Bologna entwickelt haben wollen, soll eine kalte Fusion des Nickel-62 Isotops mit Wasserstoff ablaufen. Zu diesem Konzept gibt es allerdings bisher keine Artikel in renommierten Zeitschriften. Auch aus theoretischer Sicht ist es zweifelhaft, dass die beschriebene kalte Fusion so gelingen kann, wie es die Forscher in Bologna beschrieben haben. Der Grund: Der Nickel-Kern hat eine sehr hohe Ladung. Deshalb ist der so genannte Coulomb-Wall, also die Energiebarriere, die überwunden werden muss, damit eine Reaktion stattfindet, viel größer, als das bei der Fusion von Wasserstoff der Fall ist.

Die Bundesregierung unterstützt die Forschung zur Fusion von Wasserstoff - genauer gesagt der beiden Isotope Deuterium und Tritium. Dass sie auch zur Energiegewinnung eingesetzt werden kann, soll in dem internationalen Großprojekt ITER nachgewiesen werden. Mehr Informationen zur Fusionsforschung als Teil der Energieforschung finden Sie beim Bundesministerium für Bildung und Forschung: http://www.bmbf.de/de/2242.php

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

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  1. Autor Günter Dr. rer. nat. Krieg
    am 24. April 2012
    1.

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel

    Seit November letzten Jahres versuche ich über Herrn Untersteller, den Landesminister der grün-roten Regierung von Baden-Württemberg und Herrn Florian Wahl, den von mir gewählten Landtagsabgeordneten der SPD wegen des ECAT ins Gespräch zu kommen. Jetzt erfahre ich, dass die Grünen schon bei Defkalion, green technologies in Athen gewesen waren und trotzdem werde ich von den Grünen "ausgebremst". Wenn Sie auch englischsprachige Beiträge zu diesem Thema ECAT lesen wollen und die Reaktion des US-Präsidenten (im Wahlkampf) auf die verschiedensten "free energy"- Ansätze lesen wollen, kann ich Ihnen, sehr wertgeschätzte Frau Bundeskanzlerin (als Physikerin) die gleichen Links zusenden, wie meinem Landtagsabgeordneten.

    Das Schweigen der "Mainstream-Media" ist ohrenbetäubend.
    Alle haben Angst vor der bevorstehenden, nicht mehr zu verhindernden Umwertung aller (Energie-) Werte. Dank sei der Universalität des Internets. Das alles ist Wasser auf die Mühlen der Piratenpartei.

    Die Fissionskraftwerke gehören alle durch Kernreaktoren ersetzt, die auf dem "Low Energy Nuclear Reaction" Prinzip beruhen und keine radioaktiven Abfälle erzeugen, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern erst recht in Frankreich oder Japan. Low Energy Nuclear Reaction ist eigentlich nur ein Synonym für Cold Fusion, weil letztere
    durch die Vertreter der Öl-Industrie madig gemacht und als Junk-Science verhöhnt wurde.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Dr. Günter Krieg

  2. Autor Günter Dr. rer. nat. Krieg
    am 08. Mai 2012
    2.

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel,

    Wie sollen wir die Energiewende am besten schaffen?

    Gegenwärtig sind alle japanischen Atomkraftwerke vom Netz - und das bleiben sie auch; denn deren Heimatgemeinden erteilen keine Wiederanfahrgenehmigung mehr. Es ist klar, dass die deutschen Atomkraftwerke nicht einmal mehr als "Übergangstechnologie" taugen, weil die Endlagerung des Atommülls ungeklärt ist und bei der Gesamtkostenrechnung eigentlich das "dicke Ende" darstellt. In unserem dicht besiedelten Land haben wir keinen Platz für zusätzlichen Atommüllkippen mehr, uns überfordert bereits der schon vorhandene Atommüll.

    Es ist höchste Zeit für eine gesamteuropäische Atomausstiegsstrategie. Diese wäre gleichzeitig ein gewaltiges Konjunkturprogramm und ein vernünftiger Anschub, eine sinnvolle Investition in die Zukunft unserer Völker und deren Kinder.

    Es existiert bereits seit Oktober 2011 eine Alternative zur Kernspaltung in Fissionskraftwerken: diese ist bekannt unter dem Namen "Kalte Fusion". Wie das genau funktioniert, kann man bei "Andrea Rossi" ECAT googeln. In Griechenland hat sich unter dem Namen Hyperion in der Firma Defkalion Green Technologies eine Konkurrenz zu Rossi gebildet, die ursprünglich mit ihm kooperierte.

    Was kann man von den alten Atomzentralen noch verwenden? Die Dampfturbinen und die Stromgeneratoren. Es handelt sich also um eine Ingenieursaufgabe für die Kraftwerksbauer von Siemens oder AREVA oder Mitsubishi, die nötige Umkonstruktion der Dampferzeugung auf das von Andrea Rossi beschriebene Heissdampf-Erzeugungsprinzip vorzunehmen.

  3. Autor Günter Dr. rer. nat. Krieg
    am 08. Mai 2012
    3.

    Rossi ist bereits mit Siemens dabei, für seine kleinen, für den Privathaushalt vorgesehenen ECATs winzige Dampfturbinchen einzusetzen, die eine netzunabhängige (Not-)Stromversorgung gestatten könnten. Das alles ist aber noch (nahe) Zukunftsmusik, weil die amerikanische Prüfgesellschaft "Underwriters Limited" (= UL) noch die Prototypen der Home-ECATs testet und damit immer noch kein europäisches Prüfzertifikat eines deutschen Technischen Überwachungsvereins (TÜV) vorliegt. Defkalion scheint mit seinem Hyperion mit dem europäischen Prüfzertifikat schon etwas weiter zu sein.

    Am 28.10.2011 hat Rossi in Bologna den Prototyp eines 1 MegaWatt Heissdampferzeugungskraftwerks vorgestellt, das einen 300 kWatt (Turbinen getriebenen) Stromgenerator antreiben könnte. Diese Kombination, die in zwei normierte Schiffs-Container einbaubar ist, wäre der Ersatz für jedes mit Dieselmotor angetriebene Blockheizkraftwerk. Natürlich kann auch da der Abdampf zur Gebäudeheizung in den Fernheizungsnetzen weiter verwendet werden.

    Rossi bestätigt, dass seine Home-ECATs in jede konventionelle (Öl-)Zentralheizungsanlage zur Unterstützung der Heisswassererzeugung eingebaut und bei etwas Mehraufwand durch Wärmetauscher auch zur Heizung selbst verwendet werden können. Dies wäre ein Konjunkturprogramm für alle Heizungsinstallateure. Entsprechendes gilt natürlich auch für die Hyperion-Geräte von Defkalion.

    Grundsätzlich kann man nun den Verbrauchsort und den Erzeugungsort von Elektrizität näher zueinander bringen. Damit brauchen die Überlandleitungen nicht mehr die Grundlasten zu transportieren, sondern nur noch die Schwankungen zwischen verschiedenen, unterschiedlich von Wind, Sonnenschein und Verbrauchsschwankungen betroffenen Regionen. Das ist ein Thema für die intelligente Steuerung der Netzauslastung und weniger eines des Neubaus ganzer Stromtrassen von Nord nach Süd. Die neue Nord-Süd Hochspannungs Strom-Trasse ist ein Kind einer veralteten Denkweise, in der die Netzbelastungsschwankungen durch Handschaltung ausgeglichen wurden. Die Computertechnik erlaubt da wesentlich kürzere Reaktionszeiten und spart uns Grundstücksverhandlungen und neue Hochspannungsleitungen.

  4. Autor Günter Dr. rer. nat. Krieg
    am 08. Mai 2012
    4.

    Wo immer Strom im Überfluss verfügbar ist, kann man diesen zur elektrolytischen Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff verwenden und damit die Brennstoffzellen der neu zu entwickelnden Elektromobilität betreiben. Es ist auch möglich, den CO2 Gehalt der Luft -anstatt das CO2 in der Erde zu verpressen, in Kohlenstoff und Sauerstoff zurückzuverwandeln und dadurch den Treibhauseffekt zu reduzieren.

    Möglichkeiten über Möglichkeiten! Wachstum in Realitäten anstatt Inflation und Wachstum der Banker-Boni!
    Wir führen keine Kriege mehr um fossile Energiequellen, wir erschliessen uns ganz neue.
    Gleichzeitig wäre es eine Perspektive für das jeglicher Hoffnung beraubte Griechenland; denn gerade in Griechenland und Italien konnte das amerikanische Verdikt - von wegen Junk-Science - nicht wirksam werden - aus rein sprachlichen Gründen!

    Für eine Physikerin sollte es doch möglich sein, ihre Kollegen Staatenlenker von all dem zu begeistern und zu überzeugen.

    Bei einer nationalen Aufgabe wie dieser und bei der sich ausbreitenden Verzweiflung der Griechen gibt es keine Parteipolitik mehr:
    nur alle gemeinsam können wir das stemmen.

    Mit freundlichen und aufmunternden Grüßen
    Ihr
    Dr. rer. nat. Günter Krieg
    8. Mai 2012

  5. Autor Ralf von Klösterlein
    am 11. Mai 2012
    5.

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

    in Ergänzug des Beitrags von R. Schulz und der Kommentare von Dr. G. Krieg rege ich an, dass Sie durch Fachleute aus den Ministerien für Forschung, Umwelt und Wirtschaft vorurteilsfrei untersuchen lassen, ob und inwieweit die ECAT-Technik von A. Rossi konkret in Deutschland bei der Umsetzung der von Ihnen angekündigten Energiewende eingesetzt werden kann (auch dann, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind an der Küste nicht weht!).

    Mit freundlichen Grüßen
    Dipl.-Ing. Ralf von Klösterlein, Sindelfingen

  6. Autor Günter Dr. rer. nat. Krieg
    am 11. Mai 2012
    6.

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
    schön wäre es, wenn das so einfach ginge. Es wären die gleichen Leute, die in der Vergangenheit unsere Reaktoren als absolut sicher, als Brückentechnologie u.s.w. verkauft haben, unterwandert mit Ohrenbläsern (Lobbyisten), die aus allen interessierten Kreisen der Industrie und des militärisch industriellen Komplexes der USA und selbst unserer Parteien ( z.B. Grüne = Photovoltaik) ihre leider nicht vorurteilsfreien Untersuchungen durchführen würden, weil sie zumindest ein bisschen korrupt und bestechlich sind und dann haben Sie, die Kanzlerin, allein aufgrund ihres gesunden physikalischen Sachverstands und der Katastrophe von Fukushima wenigstens die deutschen Fissionsreaktoren " abschalten lassen". (In den Abklingbecken liegen noch tausende von abgebrannten Brennstäben jahrzehntelang.) Man bräuchte eben für diese vorurteilsfreien Prüfaufgaben physikalischen Sachverstand, doch wer versteht schon alle die Überschneidungsgebiete von Halbleiterphysik, Kernphysik, Kristallphysik, Kernchemie, Quantenphysik, Katalysatoren, genau? Deshalb setzt Rossi seine letzte Hoffnung auf die Home-ECATS und das Urteil des breiten Volkes, des zufriedenen Anwenders des Rossi-Ofens und schert sich nicht mehr um die Gutachten der Ohrenbläser.
    Juristen und Theologen und Finzfachleute sind da leider etwas hilflos; selbst beim Schwangerschaftsabbruch oder bei der Organspende oder bei der Aufzeichnung der Telefon- und Internet-Verbindungsdaten sind die Volksvertreter noch kompetenter als gerade in den Grenzgebieten der Physik - aber genau da passiert das Interessante.
    Das ist leider die Realität.

    Mit freundlichen Grüßen

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