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Innenpolitik
Die Griechen sparen und protestieren, nur die Kirche kann noch lächeln!
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
die Kirchen sind stolz, das zu recht, für Hilfe und Unterstützung, die sie Leidenden und Hungernden zukommen lassen. Bleibt es aber nur bei geistigem Zuspruch und den Suppenküchen, dann werden sie ihren Ansprüchen und ihrer Verantwortung nicht gerecht. Das ist zu wenig, viel zu wenig!
Geistliche der griechisch-orthodoxen Kirche verunglimpfen die Vertreter des internationalen Währungsfonds, der Europäischen Kommission und der Europäischen Zentralbank, als „ausländische Besatzungsmacht.“ Und weiter: Die Kirchensteuer sei ein "Schlag ins Gesicht der Kirche."
Die jetzige Regierung verlangt, von der Kirche, nur auf bestimmte Einnahmen Steuern zu zahlen. Ein Kniefall, nicht hinnehmbar, weder vom griechischen Volk, noch vom europäischen Steuerzahler.
Die rund 10.000 Popen und ihre Bischöfe werden vom griechischen Staat bezahlt. Das entspricht einem jährlichen Budget von 220 Millionen Euro. Die Kirche ist nach dem Staat mit 130.000 Hektar der zweitgrößte Grundbesitzer des Landes. “Dazu zählen Wälder und unbebaubare Grundstücke.” Die Kirche hält einen Anteil von 1,5 Prozent an der griechischen Nationalbank, in deren Vorstand Bischof Theoklitos sitzt.
Zitat Jürgen Fliege: „Denn unsere Kirchen sind, wie selbst der Papst erkannte, im Kirchensteuerparadies verfettet."
Gerade jetzt, in diesen schweren Zeiten, müssen diese Privilegien überprüft und abgeschafft werden. Keine große Debatten, kein Hinauszögern, kein Feilschen! Das „gemeine Volk“ blutet, da gibt es nur ein „Basta.“
Nichts darf beim Sparen ausgespart bleiben. Es darf keine Tabus geben. Das ist Ihr formulierter Anspruch,
Weder in Deutschland, noch im gebeutelten Griechenland werden die Regierungen spürbar aktiv.
Warum sprechen Sie das nicht mit aller Konsequenz an?
Gunther Gräfe
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am 10. Oktober 2011
1.
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