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Autor Karin Dr. Jäckel am 22. November 2007
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Kultur, Gesellschaft und Medien

Menschenrechtsverletzungen an Eltern und Kindern in Deutschland

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

heute verhungerte schon wieder ein Kind in Deutschland. Unbemerkt in Schwerin. Wo war da das "Jugendamt" mit seiner gesetzlichen Wächterfunktion?
Vielleicht waren die Mitarbeiter gerade zu beschäftigt, weil sie Eltern ihre Kinder weg nahmen, da diese mit ihnen in ihrer ausländischen Muttersprache sprechen oder nach Meinung des zuständigen Sachbearbeiters zu dumm zum Kinder erziehen waren oder die Eltern ihre Kinder nach Auffassung des Sachbearbeiters vernachlässigten, weil sie berufstätig waren und die Kinder in dieser Zeit von einer Tagesmutter betreuen ließen?
Sie meinen, so passiere Kindesentziehung in Deutschland nicht? Doch, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, so geschieht es. Fragen Sie Herrn MarcinLibicki in Brüssel. Er wird Ihnen berichten, mit welch "brutalen Methoden" (Zitat) das deutsche Jugendamt agiert. Er liest es täglich in Hunderten von Petitionen von Eltern, die ihre Kinder nicht mehr sehen dürfen, obwohl es sich um liebevolle, fürsorgliche, gebildete und gut beleumundete Eltern handelt, die keines ihrer Kinder ermordet und im Blumentopf oder im Kühlschrank oder in Plastiktüten auf der Müllkippe entsorgt
haben.
Wissen Sie, dass Deutschland schon mehrfach wegen Menschenrechtsverletzungen durch Jugendamt und Famillengericht bestraft wurde? Wie können Sie dann andere Länder wegen Menschenrechtsverletzungen rügen, gleichzeitig aber nichts dafür tun, dass diese in Deutschland nicht mehr passieren?
Sie beklagen, dass es immer weniger Kinder in Deutschland gibt und meinen, dies sei mit Geld zu ändern. Tatsächlich wagen politisch wache Frauen und Männer nicht mehr, sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen, weil eine neue Inquisition im Land erstanden ist, die sich Jugendamt nennt und bei Denunziation Kinder weg nimmt und für immer entzieht.
Morgen, am 22. 11. 2007, wird man in Brüssel erneut mit dem Finger auf das deutsche Jugendamt zeigen, weil Annelis Oeschger dem Vorsitzenden der EU-Petitionskommission eine Klageschrift überreichen und einmal mehr das verlangen wird, was Politiker in Deutschland nicht hören wollen: Eine Neuordnung des Jugendamts und die Einführung einer Fachaufsicht, damit behördlich angeordnete Menschenrechtsverletzungen an Eltern und Kindern auch in Deutschland endlich aufhören.
Darum appelliere ich als Bürgerin dieses Landes an Sie als die gewählte oberste Vertreterin unser aller Interessen:
Handeln Sie, Frau Bundeskanzlerin! Setzen Sie dem Jugendamt Grenzen. Das ist notwendig und Not wendend zugleich. Machen Sie sich um Eltern und Kinder verdient. Es ist Zeit!
Dr. Karin Jäckel
Autorin

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  1. Autor gabriele roß
    am 22. November 2007
    1.

    Sehr geehrte Frau jaeckel, Sie sprechen mir aus dem Herzen. In dem Fall meines Sohnes kann das Jugendamt machen was es will. In Gesprächen schreinen sie das alle den Kopf schütteln aber es gibt keine Behörde die die Kontrolle oder Aufsicht darüber hat. Ich hab versucht mich zu beschweren z.B. Sozialministerium alle finden es traurig das man meinem Sohn nicht helfen kann aber sie dürfen sich nicht einmischen.
    An was kann man noch glauben wenn nicht mehr an die Gerechtigkeit ?

    Mit freundlichen Grüßen
    Gabriele Roß

  2. Autor Franz Romer
    am 27. November 2007
    2.

    Rheinland-Pfalz: Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) im Spiegel (48/2007), auf Seite 54:

    „Es gibt keine Fachaufsicht mehr, die Jugendämter unterliegen der kommunalen Selbstverwaltung. Wir können da nichts tun.“

    Das ist eine Bankrotterklärung der Ministerin zur
    Vierte Gewalt Jugendamt

    http://www.kindesraub.de

    Franz J. A. Romer

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