direktzu – ein Kind der Web 3.0-Generation

Bei der Entwicklung der Online-Kommunikation lassen sich bisher drei Organisationsstufen ausmachen, denen bestimmte Kommunikationsformen zugeordnet werden können. Um die Idee der Many-to-One-Kommunikation zu verstehen und ihren entsprechenden Ort im „Gesamtorganismus“ des World Wide Web auszumachen, ist es sinnvoll, die drei Entwicklungsstufen der Online-Kommunikation kurz anschaulich zu machen.

 

Das Web 1.0: Laut Dougherty und Cline ist das charakteristische Merkmal des Web 1.0 ein weitgehend „statischer“ Inhalt, der von wenigen Produzenten – z.B. Medien, Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen und Personen – zur Verfügung gestellt und durch die Benutzer passiv aufgenommen bzw. konsumiert wird. Der Austausch von Informationen erfolgt one-to-one oder auch one-to-many, d.h. es gibt einen Sender von Informationen und einen oder mehrere Empfänger. Die One-to-One- und One-to-Many-Kommunikation sind seit den frühen 1990ern realisiert, in denen das World Wide Web zur allgemeinen Nutzung öffentlich zugänglich gemacht wurde. Typische Beispiele von Web 1.0-Anwendungen sind die Unternehmens-Homepage, die E-Mail oder auch der Video-Podcast der Bundeskanzlerin.

Das Web 2.0: Charakteristisches Merkmal des Web 2.0 ist ein „dynamischer“ Inhalt, der von Benutzern selbst erstellt, bearbeitet und verteilt wird. Auf diesem Hintergrund hat sich auch der Begriff „Prosumer“ für die neue Rolle des Benutzers etabliert, der zugleich Produzent von Informationen ist. Interaktive Anwendungen und soziale Software erlauben einen fortlaufenden Informationsfluss und eine kollaborative Vernetzung der Prosumer untereinander. Der Informationsaustausch erfolgt many-to-many, d.h. es gibt mehrere Empfänger, die gleichzeitig die Sender von Informationen sind. Diese Form der Online-Kommunikation wurde seit der zweiten Hälfte der 1990ern realisiert, wird aber insbesondere mit dem vermehrten Aufkommen von sozialen Medien (Facebook, YouTube, Twitter etc.) seit der ersten und zweiten Hälfte der 2000er Jahre identifiziert.

Web

Grafik: Kommunikation im Web 1.0 und Web 2.0

Das Web 3.0: Das Web 3.0 stellt die vorerst letzte Organisationstufe in der Online-Kommunikation dar. Wurden im Vorfeld die Grundlagen dafür geschaffen, das Internet einer größeren Masse von Nutzern zugänglich zu machen (Web 1.0) und diesen selbst die Erstellung und Verbreitung von Inhalten zu ermöglichen (Web 2.0), so zielen Web 3.0-Anwendungen darauf ab, die daraus entstandene Informationsflut des Internet zu strukturieren. Hierbei geht es um die Ermittlung der Relevanz oder auch die Bedeutung der Web-Inhalte. Daher ist beim Web 3.0 auch häufig vom Semantic Web die Rede. Erste Anwendungen entwickeln sich seit Beginn der zweiten Hälfte der 2000er Jahre.

direktzu ist ein typisches Kind der Web 3.0-Generation. Zuvor konnten Botschaften im Web 1.0 zwar one-to-one oder one-to-many an die Internet-Gemeinde übermittelt und im Web 2.0 many-to-many diskutiert und kommentiert werden. Es fehlte jedoch ein Kanal, der in Ergänzung dazu die Inhalte als strukturiertes und nach Relevanz sortiertes Feedback many-to-one® zurücksendete. Diese Feedback-Lücke, die andere Web-Anwendungen zuvor unberücksichtigt ließen, füllt die Many-to-One-Kommunikation von direktzu, indem sie eine Bündelung und Relevanzermittlung von Web-Inhalten ermöglicht.

Damit ist direktzu nicht nur für Politiker wie Frau Merkel von Bedeutung, sondern für sämtliche Entscheidungsträger großer Organisationen, für die bisher – intern wie extern – eine effiziente Feedback-Lösung fehlte. Kurzum: die Many-to-One-Kommunikation kommt überall dort zum Einsatz, wo begrenzte Ressourcen auf eine sonst nicht zu bewältigende Masse an Inhalten oder Meinungen treffen und eine Herausfilterung der relevanten Informationen Voraussetzung für eine effiziente Bürger-, Mitglieder- oder Unternehmenskommunikation ist.