„direktzu Hessischer Energiegipfel“ – Kommunikation als Hauptaufgabe zukünftiger Energiepolitik

Zu Beginn vergangener Woche ist Hessen mit einer direktzu-Plattform online gegangen, über die sich Bürgerinnen und Bürger in die aktuelle Energiedebatte des Landes einbringen können. Angesichts einer womöglich bevorstehenden Abschaltung des Atomkraftwerks Biblis und einer anstehenden Energiewende besitzt das Energiethema auch für Hessen wachsende Relevanz und wird intensiv diskutiert.

 

Das Many-to-One-Angebot wird anlässlich des Hessischen Energiegipfels eingesetzt. Auf dem Gipfel sollen von Experten die Fragen der zukünftigen Energiepolitik des Landes diskutiert werden. Mit direktzu erhalten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, eigene Beiträge in die Diskussion einzubringen. Die Arbeitsgruppen des Energiegipfels werden dann die nach Many-to-One-Prinzip ermittelten Top-Beiträge öffentlich auf der Plattform beantworten.

Ministerpräsident Volker Bouffier rief zum Start der Plattform die Menschen zur regen Teilnahme auf. „Wir wollen den Arbeits- und Diskussionsprozess des Energiegipfels damit für alle transparent und nachvollziehbar machen. Vor allem aber wollen wir, dass sich die Bürger an diesem Prozess beteiligen. Nur so wird es gelingen, einen gemeinsamen, gesellschaftlich akzeptierten Kurs für die künftige Energiepolitik Hessens zu finden“, so der Ministerpräsident.

Das Kommunikationsangebot enthält neben einer Gesamteinbindung in den Internetauftritt des Energiegipfels eine interessante Erweiterung: Über den Header der Plattform werden als Impulsthema die Thesen der vier Arbeitsgruppen eingespielt. So erfährt man, um was es inhaltlich geht. Zu den Thesen können die Bürgerinnen und Bürger dann direkt Fragen und Anregungen formulieren, die von der Nutzergemeinde kommentiert werden können und über deren Relevanz anhand eines basisdemokratischen Abstimmungsverfahrens entschieden wird.

Der Europaminister und stellvertretene Ministerpräsident Jörg Uwe Hahn sagte bereits, dass Kommunikation in Zukunft eine der Hauptaufgaben der Politik sei, um die Menschen besser in Energieprojekte des Landes einzubinden. Dieser Ansicht würden sich im Moment wohl viele Politiker anschließen. Und die ersten lassen den Worten auch Taten folgen: neben Hessen war vor knapp vier Wochen auch Brandenburg mit einer Many-to-One-Plattform online gegangen, um die Bürgerinnen und Bürger an den energiepolitischen Entscheidungen des Landes zu beteiligen.

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