„direktzu Christian Ude“: Ein Beispiel erfolgreicher Many-to-One-Kommunikation

Many-to-One-Kommunikation kann übersichtlich, ressourcensparend und vertrauensbildend sein, so viel zur Theorie. Dass das auch in der Praxis funktioniert, beweist eine Reihe von Beispielen, die direktzu in der Vergangenheit hervorgebracht hat. Dazu zählt auch die Plattform des Münchner Oberbürgermeisters Christian Ude.

 

Herr Ude war das erste deutsche Stadtoberhaupt, das im April 2009 Many-to-One in der Bürgerkommunikation einsetzte. Seither erfreut sich seine direktzu-Plattform einer wachsenden Beliebtheit seitens der Bürger: Über 1.250 gebündelte Beiträge wurden bisher auf „direktzu Christian Ude“ veröffentlicht. Ca. 60.500-mal wurden sie bewertet und um die 1.606.000-mal gelesen. Durch das Many-to-One-Verfahren von direktzu, das eine Vielzahl von Anliegen zu einer übersichtlichen Anzahl von Beiträgen bündelt, konnte Christian Ude mit 138 Antworten bereits 10.889 Bürgeranliegen beantworten.

Die hervorragende Performance der Plattform ist nicht zufällig. Der OB ist ein exponierter Adressat. Tagtäglich sucht eine Vielzahl von Menschen über Many-to-One den direkten Draht zu ihm. Und Herr Ude nimmt den Online-Dialog mit den Bürgern ernst, wie seine oft sehr ausführlichen Antworten auf der Plattform zeigen. Sie gehören aufgrund ihrer Ausführlichkeit und Bestimmtheit mit zu den besten auf direktzu. Das kommt bei den Bürgern natürlich gut an.

Ein weiterer Erfolgsfaktor von „direktzu Christian Ude“ ist, dass die Plattform optimal in die Gesamtkommunikation des Adressaten eingebunden ist. Sie nimmt im Zusammenspiel mit anderen Kommunikationskanälen ihren Ort als öffentlicher Feedback-Kanal, im Internetauftritt der Münchner Stadtverwaltung ein. Auf muenchen.de werden die Bürger über aktuelle Ereignisse one-to-many informiert. Die Stadt ist aktiv bei Twitter und Facebook vertreten – beides Medien, die einen many-to-many Austausch einer Vielzahl von Nutzern untereinander ermöglichen. Und es gibt Angebote wie die Bürgerberatung, bei der die Menschen ihre persönlichen Anliegen one-to-one an die Stadtspitze richten können. Das öffentliche Meinungsbarometer aber besorgt direktzu.

Die direktzu-Plattform bündelt die Meinungen einer Vielzahl von Nutzern zur Kommunalpolitik, die im Rahmen anderer Kommunikationskanäle nicht auf so einfache Art und Weise abgebildet und bewältigt werden könnten. Dazu ein Beispiel: Im Frühjahr 2010 drohte einem angesagten Szenetreff der Stadt, dem Münchner Kulturstrand, an seinem alten Standort das Aus. Besucher und Veranstalter protestierten und machten ihrem Unmut auf Twitter und Facebook Luft. Ihnen im Web individuell zu antworten, wäre mit viel Aufwand verbunden gewesen. Auf „direktzu Christian Ude“ konnten die Stimmen der Kulturstrand-Anhänger jedoch many-to-one gebündelt werden, so dass es möglich war, auch gezielt darauf zu reagieren. Christian Ude konnte auf direktzu mit seiner Antwort zum Erhalt des Kulturstrands 442 Bürgeranliegen gleichzeitig beantworten. Ebenso positiv fiel der Inhalt der Antwort aus, dass die Stadt das Projekt grundsätzlich begrüße und bei der Standortfrage zu einer zufriedenstellenden Lösung für alle Beteiligten kommen wolle.

Für die Öffentlichkeitsarbeit bedeutet ein Beispiel wie dieses vor allem Entlastung, da auf die Anfragen der Bürger nicht mehr einzeln geantwortet werden muss. Mit direktzu lässt sich auf einen Blick erfahren, welche Themen den Münchner Bürgern am wichtigsten sind. So dass der vielgefragte OB auch die Möglichkeit erhält, mit einer Antwort auf hunderte von Bürgeranliegen gleichzeitig, ohne Einsatz zusätzlicher Ressourcen, zu antworten. Many-to-One-Kommunikation schafft so eine Vertrauensbasis zwischen Bürgern und Stadtoberhaupt auch im Internet.

Das Konzept kommunaler Many-to-One-Kommunikation hat sich mit „direktzu Christian Ude“ jedenfalls bewährt. 2010 folgten mit Jürgen Nimptsch (Bonn) und Markus Lewe (Münster) weitere Stadtoberhäupter, die direktzu seither erfolgreich in der Bürgerkommunikation einsetzen.

direktzu

Grafik: “direktzu Christian Ude” auf muenchen.de