„direktzu Energiepolitik für Brandenburg“: Ein neuer Weg der Bürgerkommunikation für die Energiepolitik

Kürzlich ging das Land Brandenburg mit seiner neuen direktzu-Plattform zum Thema Energiepolitik ans Netz. Kommunikation ist das Mittel zur Erzeugung öffentlicher Akzeptanz, und tatsächlich werden neue Formate der Bürgerbeteiligung für die Politik immer wichtiger, gerade wenn es sich hierbei um grundlegende Fragen wie die der Energiepolitik handelt.

 

Nach der nuklearen Katastrophe in Fukushima ist ein baldiger, bundesweiter Umstieg auf erneuerbare Energien wahrscheinlicher geworden. Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf grundlegende Veränderungen in ihrer Umgebung einstellen. Der Energiewechsel bedeutet große infrastrukturelle Neuerungen wie die Entstehung von Solarparks, Windkraft- und CCS-Anlagen. Das wirft viele Fragen auf, die durch einen Austausch zwischen Bürgern und Politik frühzeitig aufgefangen werden können.

Dem „Energieland Brandenburg“ kommt auf dem Gebiet erneuerbarer Energien schon seit längerem eine besondere Vorreiterstellung zu. Das Bundesland hatte sich früh auf alternative Wege der Energieerzeugung spezialisiert. Brandenburg verfügt beispielsweise über den zweitgrößten Solarpark der Welt. Es ist naheliegend, dass das Land daher auch auf dem Gebiet der Bürgerkommunikation den erfolgreichen Kurs fortsetzt, den sein Ministerpräsident mit dem Many-to-One-Angebot „direktzu Matthias Platzeck“ bereits 2007 eingeschlagen hat.

Wie Brandenburgs Wirtschafts- und Europaminister Ralf Christoffers zum Start von „direktzu Energiepolitik für Brandenburg“ am 11.05. erklärte, wolle man angesichts von Akzeptanzproblemen bei der Umsetzung von Projekten auch im Energiebereich alle Möglichkeiten nutzen, um mit den Bürgern in Kontakt zu kommen. Deshalb habe man sich als erstes Bundesland für den Internetdialog entschieden. „Akzeptanz kann nur durch Information und im Dialog mit den Bürgern hergestellt werden“, so Christoffers.

In Anbetracht eines kommenden Energiewechsels wird die direkte Kommunikation mit den Menschen jedoch nicht nur für Brandenburg, sondern für die gesamte Bundesrepublik relevant sein. Es ist davon auszugehen, dass in Zukunft weitere Länder dem „Energieland Brandenburg“ folgen werden, die nicht nur auf innovative Formen der Energiegewinnung, sondern dementsprechend auch auf innovative Formen der Bürgerkommunikation wie Many-to-One setzen werden, um für öffentliche Akzeptanz ihrer Energieprojekte zu sorgen.

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