Stuttgart 21 und die Medien

Wohl selten hat ein Thema die Menschen in Stuttgart, in Baden-Württemberg und weit über die Landesgrenzen hinaus emotional so bewegt wie Stuttgart 21. Vor allem sind die Medien selbst in einem bisher ungekannten Maß zwischen die Fronten geraten. Egal ob ein Medium um eine neutrale Berichterstattung bemüht war, oder sich als Projekt-Befürworter bzw. -Gegner zu erkennen gab, es provozierte mehr denn je Reaktionen von Lesern, Hörern, Zuschauern und Internetnutzern.

 

Einen großen Beitrag für den kritischen Dialog mit den Bürgern leistet die Plattform direktzu Stuttgart 21. Ziel der Projektträger und des Kommunikationsbüros war es, eine Versachlichung der Diskussion herbeizuführen und den Dialog mit den Bürgern zu verstärken. Das Kommunikationsbüro setzte damit ein Zeichen zur Dialogbereitschaft. Die bisherige Kommunikation war geprägt durch einen klaren Prozess, Regelmäßigkeit der Antworten und den sachlichen Austausch von Argumenten.

Inzwischen wurden über 900 gebündelte Beiträge auf direktzu Stuttgart 21 veröffentlicht, die mehr als 1.800.000 mal gelesen und nach Relevanz bewertet wurden. Über 350 Antworten der einzelnen Projektgruppen wurden veröffentlicht.

Am 27. November ist die Volksbefragung zu Stuttgart 21. Auf Initiative des Südwestrundfunks (SWR) treffen drei Tage später Vertreter klassischer und neuer Medien sowie deren Nutzer in der Kantine der BW Bank in Stuttgart aufeinander um über Stuttgart 21 und die Medien zu diskutieren. Welche Erwartungshaltung haben Nutzer an die Medien, welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Arbeit von Journalisten?

Die 90-minütige Veranstaltung am Mittwoch den 30. November 2011 wird im Internet zeitgleich unter www.swr.de/direkt gestreamt. In Echtzeit und gleichberechtigt können sich Interessierte online per Mail, über Facebook und Twitter aktiv an der Diskussion beteiligen. Beginn der Veranstaltung und des Streams ist um 20 Uhr.

s21medien

Von Marcus Hahn am