Platzeck im Bürgerdialog

Das Onlineportal direktzu/Platzeck hat auch 2011 eine Vielzahl von Anliegen und Problemen der Bürgerinnen und Bürger gebündelt. Das Interesse ist ungebrochen. Insgesamt 53 Antworten stellte Ministerpräsident Platzeck 2011 ins Netz. Im Schnitt wurde jeder seiner Einträge 2.000 mal gelesen.

 

Ministerpräsident Platzeck: „Ich freue mich über die anhaltende Resonanz. Sie dokumentiert das Interesse der Brandenburgerinnen und Brandenburger an ihrem Lebensumfeld, an politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fragen. Das Portal ist für mich ein wichtiger Anzeiger, welche Sorgen, Probleme oder Anliegen die Menschen im Land bewegen. Es bietet auch die Möglichkeit, politische Bewertungen aus der brandenburgischen Bevölkerung ungefiltert und direkt zu erfahren. Und ebenso offen und geradeheraus bemühe ich mich zu antworten. Für mich ist darüber hinaus entscheidend, dass das Voting-Verfahren den öffentlichen Diskurs in der Mark befördert. Fragesteller und auch ich wissen dadurch zudem: Das interessiert Viele! Deshalb freue ich mich auch im neuen Jahr über viele neue Fragen und Anregungen auf direktzu/Platzeck.“

Ein Schwerpunkt im dritten Jahr nach Gründung des Bürgerdialogs war der Flughafen Berlin Brandenburg. Daneben bildeten die Bildungspolitik und die Zukunft der Kinder und Jugendlichen im Land einen weiteren wichtigen Fragenkomplex. Weitere Themen waren die Innere Sicherheit, Verkehr und der Tierschutz. Mehrere Teilnehmer gaben aber auch Anregungen und machten Vorschläge für politisches Handeln oder äußerten Anerkennung etwa für die Veranstaltung der brandenburgischen Landesregierung zum 50. Gedenktag des Mauerbaus im August. Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima sorgten sich viele Brandenburger zudem um die künftige Energiepolitik.

Zu diesem Thema hat Wirtschaftsminister Ralf Christoffers im Mai 20111 einen eigenen Bürgerdialog eröffnet. Über 100.000 Zugriffe auf die Seite direktzu/Energiepolitik für Brandenburg wurden seitdem registriert. „Wir wollen damit Leute erreichen, die nicht zu einer Bürgerversammlung gehen“, erklärt Sprecher Steffen Streu.

Seit vier Wochen stellt sich auch Bildungsministerin Martina Münch (SPD) den Fragen des Online-Auditoriums. Sie sei überzeugt, dass das neue Dialogangebot Politik und Bürger einander näher bringen könne.

Es zeigte sich, dass sich die großen politischen Debatten in Brandenburg oftmals auch in den Fragen der Bürgerinnen und Bürgern widerspiegeln. direktzu Plattformen zeigen die Vorteile für die Politik an einer offenen Diskussion. Many-to-One macht es den Bürgern leicht ihr Anliegen der Politik vorzutragen.

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Von Marcus Hahn am