Bürgerkommunikation führt zu breiter Akzeptanz

Am 10. Oktober wurden auf der direktzu-Plattform zum Hessischen Energiegipfel zum letzten Mal Bürgerbeiträge zur Beantwortung an die Arbeitsgruppen des Energiegipfels weitergeleitet. Die Abstimmung für Beiträge ist seitdem geschlossen. Bereits veröffentlichte bzw. beantwortete Beiträge stehen jedoch weiterhin zur Information zur Verfügung.

 

Der Energiegipfel soll den größtmöglichen Konsens auf gesellschaftlicher und politischer Ebene für eine zukünftige Energiepolitik in Hessen erreichen, der sich in den europa- und bundesrechtlichen Rahmenvorgaben bewegen muss. Der hessische Energiegipfel strebt nach wie vor einen Konsens über die künftige Energieversorgung im Land an. Es gibt in weiten Bereichen große Übereinstimmungen, in anderen liegen die Positionen auseinander. Am 10. November wird der Gipfel seinen Abschlussbericht vorlegen.

Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an diesem Diskussionsprozess war eine wichtige Voraussetzung, um einen gesellschaftlich akzeptierten Weg für die zukünftige Energiepolitik in Hessen zu finden. Der Bau neuer Energieerzeugungs- und Infrastrukturanlagen rief wegen persönlicher Ängste und Eingriffen ins Landschaftsbild Widerstände hervor. Schlüssel zur Akzeptanz waren daher frühe Informationen über Verfahren und Vorhaben. Probleme mussten offen, ehrlich und transparent angesprochen werden.

Dieser Bürgerdialog findet in den Ergebnissen des Energiegipfels seinen Abschluss. Mit einer direktzu-Plattform erhielten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, eigene Beiträge in die Diskussion einzubringen und andere zu kommentieren. Die Arbeitsgruppen des Energiegipfels beantworteten die nach dem Many-to-One-Prinzip ermittelten Top-Beiträge öffentlich auf der Plattform. So konnten die vier Arbeitsgruppen Bürgerfragen adressieren und diese Anliegen auch in Ihre Vorschläge für eine saubere, sichere, bezahlbare und gesellschaftlich akzeptierte zukünftige Energieversorgung einbringen.

„Wir wollen den Arbeits- und Diskussionsprozess des Energiegipfels damit für alle transparent und nachvollziehbar machen. Vor allem aber wollen wir, dass sich die Bürger an diesem Prozess beteiligen. Nur so wird es gelingen, einen gemeinsamen, gesellschaftlich akzeptierten Kurs für die künftige Energiepolitik Hessens zu finden“, so Volker Bouffier, Ministerpräsident des Landes Hessen, zum Start der Plattform.

Der Erfolg lässt sich messen: Bis zur letzten Weiterleitung zeigte sich das Engagement der Bürger in rund 100 gebündelten Beiträgen, Hunderten von Kommentaren und mehr als 1.600 Stimmen. Mit 40 Antworten beantworteten die Projektpartner über 5.000 gebündelte Anliegen - ein Beleg für die Effizienz der Many-to-One-Kommunikation.

Kommunikation wird auch in Zukunft eine der Hauptaufgaben der Politik sein, um die Menschen besser in Energieprojekte des Landes einzubinden. So betreibt z.B. auch Brandenburg seit Juni 2011 die Many-to-One-Plattform Energiepolitik für Brandenburg.

Von Marcus Hahn am