Beantwortet
Autor Daniel Thomas am 09. Dezember 2010
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Durchgangsbahnhof: Kapazität, Architektur, Barrierefreiheit

Kein Wenden im neuen Hbf möglich!

Guten Tag,

stimmt es, das die Gleise im neuen Stuttgarter Hauptbahnhof ein so starkes Gefälle bzw. Steigung haben werden, das die Züge dort keine "Wendebremsprobe" machen können!?
Und das dies die Folge hat, das - trotz des sonst praktischen "Kreisverkehrs" mit Tunnels nach Cannstatt, Untertürkheim & Co. - bei Sperrung eines Tunnelendes (z. B. wegen Unfall) der neue Bahnhof eine Sackgasse ohne zurück ist!?

Beste Grüße,
Daniel Thomas.

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Antwort
von Dr. Volker Kefer am 09. Februar 2011
Dr. Volker Kefer

Sehr geehrter Herr Thomas,

einer der Vorteile des neuen Stuttgarter Hauptbahnhofs ist die flexible Betriebsführung über den neuen innerstädtischen Schienenring, über den der Hauptbahnhof aus allen Richtungen an die Zulaufstrecken aus Feuerbach, aus Bad Cannstatt aus Ober-/Untertürkheim und aus dem Fildertunnel mit dem Anschluss zur Messe, zum Flughafen und weiter auf der Neubaustrecke Richtung Ulm verbunden ist.

Zur Frage, inwieweit Züge auch im neuen Bahnhof wenden können, bestehen entsprechende bahnbetriebliche Regelungen, die dies ermöglichen. Vor der Abfahrt eines wendenden Zuges muss die ordnungsgemäße Wirksamkeit der Druckluftbremse durch eine Bremsprobe überprüft werden. Bei der Bremsprobe werden die Bremsen einmalig angelegt und wieder gelöst. Auf Grund der Neigungsverhältnisse im geplanten Tiefbahnhof muss verhindert werden, dass sich ein Zug bei gelösten Bremsen selbständig in Bewegung setzt. Dies wird gewährleistet durch das Anlegen von Feststell- und ggf. zusätzlichen Handbremsen. Ein Wenden von Zügen im geplanten neuen Durchgangsbahnhof Stuttgart 21 ist deshalb grundsätzlich möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Volker Kefer - Vorstand Technik, Systemverbund, Dienstleistungen und Infrastruktur der DB