Wirtschaft
Herr Ministerpräsident,
Sie haben uns Überbringern der Unterschriften gegen den Nachtflug in Schönefeld am 22.11.07 mitgeteilt, daß Sie sich als Politiker aus dem laufenden Verfahren rauszuhalten haben und demzufolge vor Abschluß des Verfahrens nicht zu uns Betroffenen kommen werden. Uns heißt: zu den Bürgern, die Sie als MP vertreten, deren Schützlinge wir sind! Die nichts weiter wollen, als ihr Leben in einem halbwegs normalen Umfeld zu führen. Ein Umfeld, das ohnehin schon durch Umwelteinflüsse mannigfaltig gestört ist.
Meine 1.Frage: Werden Sie konsequenterweise auch den Sitzungen des Aufsichtsrates fernbleiben?
Als Aufsichtsratsmitglied haben Sie in erster Linie wirtschaftliche Interessen des Unternehmens FBS zu vertreten.
Meine 2. Frage: Sehen Sie da einen Interessenkonflikt zu den Belangen der Menschen, insbesondere der Kinder?
Mit großem Interesse sehe ich der Beantwortung meiner Frage entgegen?
Sylvia Laue
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Wirtschaft
Re: Politische Loyalität und Interessenkonlikt?
Sehr geehrte Frau Laue,
Eigner der Flughafengesellschaft sind die Länder Berlin und Brandenburg sowie der Bund. Es gehört also zu meinen Pflichten in der Funktion als brandenburgischer Ministerpräsident, die Interessen unseres Landes und seiner Bürger im Aufsichtsrat wahrzunehmen.
Naturgemäß lassen sich dabei die Erwartungen derjenigen, die auf Arbeit, wirtschaftlichen Aufschwung oder einfach gute Verkehrsverbindungen hoffen, nicht immer konfliktfrei mit den Forderungen derer in Übereinstimmung bringen, die im Umfeld großer Infrastrukturvorhaben zu Hause sind. Die Landesregierung ist aber angetreten, die Interessen aller angemessen zu berücksichtigen.
Mit freundlichem Gruß
Matthias Platzeck
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