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Autor R. Fleddermann am 13. November 2017
2115 Leser · 258 Stimmen (-83 / +175) · 11 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

„Wir haben nichts falsch gemacht“ , „Wir schaffen das“, „Wir haben verstanden“ – die Bürger sehen das mittlerweile ganz anders !

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Anlass ist eine Zusammenkunft mit Bekannten und Freunden, bei der für alle Beteiligten erschreckendes Ergebnis sichtbar wurde :

Aussagen waren : „Es ist nicht mehr unsere Stadt, nicht mehr unser Land“, Ich fühle mich als Frau nicht mehr sicher, habe Angst im Dunkeln allein unterwegs zu sein, meide dunkle kurze Wege, gehe den Männergruppen auf unseren öffentl. Plätzen weitläufig aus dem Weg….“
Eine selbständige Boutiquebesitzerin muss sich wegen ständiger Belästigungen der spez. Nordafrikanischen Männergruppen nach Ladenschluss 18:30 Uhr abholen begleiten lassen….

Eine Kita-Leiterin hat grosse Probleme mit den Eltern von Asylkindern, muss sich des Öfteren den Jugendämtern zuwenden…sie erzählt von völliger Überforderung der Erzieherinnen…

Die Mütterrente wurde wegen des Gerechtigkeitsempfindens massiv von den Müttern unserer Runde kritisiert…Geld in Millardenhöhe für Asyl ist da..aber nicht für Rente ?

Nur zum Verständnis…unsere Stadt ist nicht Dbg.-Marxloh, sondern eine Kleinstadt in NRW, die ihr positives Bild seit 2015 zu verlieren droht …tw. verloren hat.

Sind sie nicht auch der Meinung, dass sie die Bürger mehr und mehr „verlieren“ ?

Nehmen sie die Sorgen, Ängste der Bürger wirklich noch wahr?
Die geschilderten Beispiele sind real und keinesfalls als Brandbeschleunigung zu verstehen !

Ein Beitrag in der „Welt“ sollte in ihre „to do Liste“ aufgenommen sein:

„…Law and Order, und zwar für alle, hat nichts mit rechts zu tun, sondern ist Ausdruck notwendiger Autorität eines Staates, der sich ansonsten mit identitätsstiftender Symbolik zurückhält.

Politik darf sich nicht alleine als Reparaturbetrieb am Bestehenden empfinden, sie sollte Ideen erarbeiten und verwirklichen.

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article170512255/W...

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Mit freundlichen Grüßen
Ihr Moderations-Team

+92

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  1. Autor Karin Kampmann
    am 13. November 2017
    1.

    Hallo Herr Fleddermann,
    ich habe Ihre Frage gelesen - und es kam mir einiges bekannt vor. Ich wohne wie man so schön sagt, in einer "beschaulichen" Ruhrgebietsstadt - kein Vorort einer Großstadt. Kürzlich meinte eine Kollegin:"Du hast Glück, dass Du nicht am Asylantenheim vorbei musst. Mir wurden schon "eindeutige Angebote" gemacht und die sind ja immer in Gruppen unterwegs - wenn ich alleine unterwegs sein muss, mache ich einen Umweg".
    Ich dachte nur, so weit ist es schon gekommen. Ich selber bin in einer Türkensiedlung groß geworden und weiß schon, dass nicht muslimische Frauen und Mädchen gerne als Schlampen, Nutten und ähnliches bezeichnet werden- ist zwar nicht schön, aber wir hatten damals wenigstens noch keine Angst vor Übergriffen. Wir hatten damals durchaus Kontakt zu einigen unserer türkischen Nachbarn, die uns u.a. erklärt haben, dass nirgends im Koran ein Kopftuch oder gar Vollverschleierung vorgeschrieben ist. Es war allgemein akzeptiert, dass die Mädchen "oben ohne" in die Schule gehen - wie damals in der Türkei sogar vorgeschrieben. Damals fing das ganze Toleranzproblem meiner Meinung nach an, nämlich die Einseitigkeit. Die Möglichkeit, hier vor Gericht durch sämtliche Instanzen zu klagen in dem Mann Religionsfreiheit sagt, wird nicht als Stärke unseres Rechtsystems ausgelegt - sondern als Schwäche. Dies gilt zwar teilweise auch für andere Nationalitäten, aber in meinem Umfeld wirklich meist aus dem Islam. Als ich ein Kind war, war es keine Seltenheit, dass den Söhnen gesagt wurde, sie müssten der "Schlampe von Lehrerin" nicht gehorchen und sie nachher für schlechte Schulnoten geschlagen wurden... .
    Ich habe vor der letzten Wahl an einigen Wahlständen Fragen zu den Parteiprogammen gestellt; u.a. aber auch, ob das Thema rassistischer Beleidigungen gegen uns Deutsche (wohlgemerkt in Deutschland!!!) auch mal angesprochen wird - nirgends ein offizieller Kommentar.

  2. Autor Felizitas Stückemann
    am 15. November 2017
    2.

    "Wir haben verstanden" dürfte bei den Sondierungen
    nun heissen, dass ein Familiennachzug derzeit NICHT
    möglich ist, den die FDP und die CSU auch nicht möchten.
    Es kann nicht angehen, dass eine Claudia Roth/Grüne,
    nicht quialifiziert, aber eine andere Republik möchte, also
    sich nicht für Deutschland, sondern für, nenen wir es,
    die Araber, einsetzt, sich mit der Forderung duchsetzten
    kann. An der Basis hat Frau Ilona Langefeld mit Bericht
    vom 17. Oktober, zum Nachlesen ! das Tohuwabohu
    deutlich beschrieben, dass ein Familiennachzug garnicht
    feststellbar sei, weil die Identität, selbst des Asylanten
    nicht korrekt feststeht. Wer ist dann die Familie ?
    Auch die kann nicht ohne eigene Identitäts-Papiere
    nachziehen ! Was sind denn das alles für Scheinidentitäten ??
    Frau Jutta Cordt vom Bundesflüchtlingsamt hat bestätigt,
    dass 6 von 10 Asylanten keine Identität nachweisen
    können oder wollen. Wie soll da Familie festgestellt
    werden ? Die Naivität von Frau Roth darf da nicht zum
    Zuge kommen! Ausser Deutschland wird weiter in das
    Chaos stürzen. Der Migrationsforscher Professor
    Ruud Koopmans warnt vor Familiennachzug in der
    derzeitigen Konstellation. Sie fördert keine Integration,
    sondern spaltet die Gesellschaft durch Bildung von
    ethnischen Gruppierungen. Bitte an unsere Kanzlerin:
    Unsere Republik nicht den Naiven überlassen.

  3. Autor ines schreiber
    am 15. November 2017
    3.

    Mir geht es auch so , egal wen man fragt !
    Die Leute in der Kita , haben nicht nur Probleme mit den Eltern , ich weiß von 1 Fall definitiv, das dieser Migranten Junge , eine Erzieherin 2 mal ins Gesicht geschlagen hat , der Grund er wurde aufgefordert nicht mit Bausteinen auf andere Kinder und die Einrichtung zu schmeißen !
    dessen Bruder durfte auch schon nicht mehr in die Kita .....
    Träger und Jugendamt sind eingeschaltet !

  4. Autor Sigrid Rumpf
    am 15. November 2017
    4.

    Der Beitrag von Herrn Fleddermann ist sehr wichtig. Er beschreibt die Lage der in Deutschland lebenden Menschen, die nicht elitär leben. Ich hatte diesen Vorschlag schon mal gemacht: Die Politiker müssten verpflichtet werden, ein halbes Jahr nur öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Wenn das geschieht, wissen sie, warum ich das vorschlage.

  5. Autor Erhard Jakob
    am 16. November 2017
    5.

    Sicher fühlen sich doch die Deutschen aufgrund der hohen
    Kriminalität noch nie! Besonders schlimm wurde das mit
    der Öffenung der Grenzen! Natürlich stieg die
    Kiminalität mit Zuzug der vielen illegal
    eingereisten.

    Deutschland hat sich regelrecht zu einem Eldorado
    für Verbrecher entwickelt. Kein Wunder, dass
    die JVAs überfüllt und die Wärter über-
    fordert sind.

  6. Autor Johannes Wollbold
    Kommentar zu Kommentar 2 am 16. November 2017
    6.

    Hallo Frau Stückemann,

    natürlich braucht man für den Familiennachzug Nachweise sowohl der eigenen Identität als auch ein Familienstammbuch o.ä. für die Nachziehenden. Meines Wissens wird das auch immer so gehandhabt.

    Für die, die hier mitlesen, falls es nicht klar ist: Familiennachzug für Flüchtlinge mit anerkanntem Status (3 Jahre Schutz) ist ja EU-Recht. Diskutiert wird nur, ob im Kontrast dazu die Aussetzung des Nachzugs für Flüchtlinge mit subsidärem Schutz (1 Jahr) über März 2018 hinaus verlängert wird.

    Ich finde es einfach sehr hart, den Nachzug für diese Menschen generell noch länger zu verweigern - die meisten werden dann schon 2-3 Jahre ohne Frau und evtl. KInder in Deutschland sein! Da kann man doch Kompromisse machen, z.B. Nachzug für Familien mit kleinen Kindern oder zunächst für die, die schon länger als 2 Jahre in Deutschland leben.

    Im übrigen wird die - nach Abschluss vieler Asylverfahren und der Nachzugs-Bürokratie - sowieso jetzt verstärkt einsetzende Nachreise von Ehefrauen vielleicht auch die von Ihnen und anderen oft zu Recht beklagten "Zusammenballungen" von alleine lebenden Männern in Innenstädten entschärfen, die Angst vor sexueller Belästigung und Gewalt erzeugen. Manchmal kommt ja tatsächlich Schlimmes vor (auch dumme Anmache ist schlimm). Aber auch als Mann sehe ich hin - sicher stimmen Sie mir zu, dass die meisten Jugend- oder Männergruppen sich dennoch friedlich treffen und niemand belästigen oder gefährden. Hilft im Einzelfall nicht, auch nicht unbedingt gegen Angst, sollte aber mal gesagt werden.

  7. Autor Johannes Wollbold
    Kommentar zu Kommentar 2 am 17. November 2017
    7.

    Jedenfalls sind Probleme mit Frauenfeindlichkeit und im Einzelfall auch Gewalt für mich kein Argument, ausgerechnet den Familiennachzug pauschal noch länger zu verweigern. (Als ob deutsche Männer immer so toll wären!)

    Zu Kompromissmöglichkeiten habe ich gerade ein gutes Interview mit Wolfgang Kubicki gestern gelesen: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/jamaika-fdp-man... Er ist gegen unbegrenzten Familiennachzug - das müssen die Grünen einsehen. Jedoch bringt er Kontingente ins Spiel, verlangt, "die Maghreb-Staaten zu sicheren Herkunftsländern zu erklären", um durch schnelle Asylentscheidungen zusätzliche Kapazitäten für den Familiennachzug zu haben, "insbesondere für diejenigen, die von Krieg und Vertreibung besonders bedroht sind." CDU/CSU rechnen anscheinend nachziehende Familienmitglieder in ihre "Obergrenze" von 200.000 aus humantären Gründen Aufgenommene ein, neben freiwilligen Ausreisen/Abschiebungen. Das finde ich wieder zu eng, aber es zeigt ebenfalls, dass es andere Möglichkeiten der Begrenzung gibt als sture Verewigung der Trennung von Frau, Mann und Kindern. Z.B. auch strenge Beachtung von Dublin III - also Zurückweisung an der deutschen Grenze - für Flüchtlinge ohne Personaldokument.

  8. Autor Johannes Wollbold
    Kommentar zu Kommentar 2 am 17. November 2017
    8.

    In meinem vorherigen Kommentar war ich konsensorientiert gestimmt. Heute Morgen auf dem Weg von der Arbeit* habe ich mich noch ziemlich aufgeregt über die Radiomeldung von der sturen Ablehnung jeden Familiennachzugs für subsidiär Geschützte durch Seehofer und viele andere in CSU (und CDU?). Christlich? Sozial? Im Grundsatzpapier "Die Ordnung" steht unter "Leitbild": "Ursprung jeder Gemeinschaft ist die Familie. Sie ist das stärkste soziale Netz und erster Ausdruck von Solidarität." Seit Jahrzehnten wird ein Kindermangel beklagt. Jetzt sollen noch einige mehr kommen, die erst einmal 2,3 Jahre mehr Arbeit machen als deutschsprachige. Kann man schaffen, z.B.durch unbürokratisches Einstellen von mehr Lehrern (es geht auch ohne die Ochsentour eines Referendariats, da bleibt man vielleicht eher Mensch!), vielleicht doch mal Klassen alleine für neu angekommene Migranten einerseits, gut deutsch Sprechende andererseits. Oder ehrenamtliche Mithilfe - ein Bekannter im "geplagten" NRW gibt noch mit 80 Jahren Deutsch- und Mathe-Förderunterricht in der Grundschule. (Sowas könnten auch die anbieten, die sich hier im Forum massiv über einen - vorübergehenden - Niveauverlust in Schulklassen durch Migrantenkinder beschweren und daraus nur Konsequenzen der Art "Ausländer raus" ziehen.)

    Oder - so dachte ich heute Morgen gehässig - ist das Problem, dass nur deutsche Babies willkommen sind? Dann wäre das der alte, primitive Rassismus. Ausgrenzende (!) Betonung der tatsächlich vorhandenen schulischen Integrationsprobleme könnte man noch als "kulturellen Rassismus" durchgehen lassen. S. meine alte Polemik: http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/fragen-zur-asyl...

    * (Wie einige wissen, arbeite ich in einer Wohngruppe für jugendliche Flüchtlinge - tolle, respektvolle, oft sensible Jungs, lernen in Schule oder Berufsvorbereitung gut, und wenn mal alterstypisch Freiheit und Freunde im Vordergrund stehen, kümmern wir uns besonders.)

  9. Autor Felizitas Stückemann
    am 17. November 2017
    9.

    Zu 6.: Abs.2: Richtig, und was machen die Franzosen,
    die überhaupt nur 40.000 p/a aufnehmen ? Gehört
    Frankreich etwa nicht zur EU ?

    Zu 4.: Abs.3: Hart hin oder her, wenn "der Sack voll " ist,
    geht rein technisch nichts mehr ! Das kam gestern, 16.11.
    2017 in der Sendung Illner, klar zum Ausdruck: Einige
    Städte haben schon weiteren Zuzug gestoppt, wie z.B.
    Salsgitter u.a. Und ferner hat die Kanzlerin versprochen,
    dass sich 2015/16 NICHT wiederholen dürfe und werde.
    Sollte aber der weitere Zuzug erfplgen, hätten wir wieder
    genau dasselbe wie 2015/16. Und das geht nun eben nicht !

    Im übrigen gibt es viele befriedete Regionen, auch in
    Syrien, wenn Damaskus, wie im Forum beschrieben,
    schon im August eine Inter-Messe abhalten konnte und
    Europäer, wie der Norweger, in Alappo Urlaub machten.
    Familien gehören zusammen, aber besser in der Heimat.

    Wenn aber Asylanten bei uns integriert sind, Arbeit
    haben, sodass sie auch die Famile ernähren können,
    und eine Wohnung haben, dann sollte in dem Fall der
    Nachzug, aber nur der "engen" Familie, dazu Kinder
    und Ehefrau gehören, nicht aber Onkel und Tante (!)
    möglich sein. Dann wäre der Platz hierfür vorbereitet.

  10. Autor Felizitas Stückemann
    am 18. November 2017
    10.

    Zu 9.: Entschuldigung, Tippfehler; Es sollte nicht zu 4. Abs 3,
    sondern ebenfalls : Zu 6, Abs, 3 lauten.

    Und zu 7.Abs.1: Natürlich ist Frauenfeindlichkeit ein Argument;
    genauso wie die Polygamie, die lt. GG nicht geht !
    Wenn "deutsche Männer" nicht immer "so toll" sind, ist das ein
    Unterschied: Erstens befinden sie sich in ihrem Deutschand.
    Zweitens wissen die meisten deutschen Männer das, wenn
    sie nicht so toll sind. Hingegen meinen die anderen Kulturen,
    dass es normal ist, nicht "so toll" zu sein. Die brauchen wir
    dann nicht noch obendrauf. Und: Subsidiär Geschützte müssen
    wieder in die Heimat zurückgeführt werden, wenn der Asylgrund entfällt. Das dürftre doch logisch sein. Dann ist die Ideologie,
    oder die Gesinnung, wenn man es so nennen will, gegenüber
    der Verantwortung für unser Land, zurückzustellen. Es darf
    nicht so weitergehen, dass unsere Freiheit in Chaos ausartet,
    wie man es jeden, jeden Tag aus den Städten hört: Gestern
    wieder, im Essener Hauptbahnhof: Herumlungernde betrunkene
    Libanesen in großer Zahl, die Reisende belästigten, mit Mayo
    und Fritten beschmierten und die herankommende Polizei
    angreifen, wie ein Bekannter auf der Durchreise uns berichtete.
    Es hatte keine Angst, aber ihn überkam der große Ekel !
    Was ist das für eine "andere" Republik ? Wollen wir die ?

  11. Autor Johannes Wollbold
    Kommentar zu Kommentar 10 am 21. November 2017
    11.

    Hallo Frau Stückemann,

    nein, Respekt vor Frauen gehört zur islamischen Kultur. Auch wer heute patriarchalische Vorstellungen hat, sieht dies normalerweise nicht als Erlaubnis zu herablassenden, sexistischen Sprüchen, Angrabschen oder härterer Gewalt an. Einzelne "Sünder" müssen in die Schranken verwiesen werden - ganz wie Deutsche: Aufmerksamkeit aller in der Öffentlichkeit, Zero-Tolerance, d.h. Eingreifen und Protest solange es noch nicht für einen selbst sehr gefährlich ist, Polizei (anscheinend hat sie die Ausschreitung auf dem Essener Hauptbahnhof in den Griff bekommen). Vor allem kulturelle Auseinandersetzung um ein manchmal doch (vor allem häusliche) Gewalt gegen Frauen begünstigendes Frauenbild. Türkische Frauen und Mädchen sind nach Jahren oder Jahrzehnten des Lebens in Deutschland meist recht weit gekommen. So lange darf es aber bei anderen nicht dauern.

    Wenn der subsidäre Schutz nicht verlängert wird und es keine Duldung wegen Arbeit oder Ausbildung gibt, muss die Ausreise durchgesetzt werden. Solange der Schutz besteht, muss aber das Nachholen der Kernfamilie nach der langen Wartezeit (die meisten werden 2-3 Jahre in Deutschland sein) zumindest in Härtefällen möglich sein. Bezüglich der Aufnahme weiterer Flüchtlinge ist es nicht so, dass "rein technisch nichts mehr" geht (Kommentar 9). Das ist immer eine Frage der Perspektive und des guten Willens - etwa unbürokratisches Einstellen von LehrerInnen und Werben ehrenamtlicher Zweit-/Nachhilfelehrer. Dass Städte vorübergehend keine fremden Flüchtlinge mehr aufnehmen, kann ich verstehen. Aber für die Aufnahme einiger Frauen und Kinder müsste es reichen.

    So hoch sind die Zahlen wohl nicht: https://www.merkur.de/politik/faktencheck-zum-familiennac... Der Nachzug wird auch dauern - es ist ein großer bürokratischer Aufwand, alleine schon um einen Visum-Termin bei einer deutschen Botschaft zu bekommen. Und keineswegs alle wollen nachkommen.

    Freut mich, dass sie da auch für Kompromisse sind und den Familiennachzug für Flüchtlinge wollen, die Arbeit haben.

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