In Beantwortung
Autor I. von Platen am 17. Januar 2018
1768 Leser · 290 Stimmen (-38 / +252) · 12 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Verschärfung der Zuwanderung nach Deutschland

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

erst jetzt wird in einem Teil der Presse über eine von der EU Kommission geplante Verschärfung der Zuwanderung nach Deutschland berichtet.
Im Rahmen des sogenannten Wikström-Berichtes
http://ceciliawikstrom.eu/content/uploads/2013/04/Dublin-... wurde beschlossen, dass Asylbewerber in der EU nicht mehr dort einen Antrag stellen müssen, wo sie in die EU eingereist sind. Stattdessen soll in Zukunft der Mitgliedsstaat verantwortlich sein, in dem – laut Auskunft des Asylbewerbers (!) – bereits andere Familienangehörige leben. Eine Prüfung dieser Aussagen ist nicht vorgesehen.
Dieser Änderung, die in einem ganzen Paket von Änderungen „versteckt“ war, haben fast alle deutschen Abgeordneten zugestimmt, insbesondere auch die Abgeordneten der CDU und der CSU.
Angesichts dieser Pläne (der sog. Wikström Bericht wurde schon Ende November 2017 verabschiedet) frage ich Sie: warum haben Sie wochenlang mit der CSU über eine sog. Obergrenze gestritten? Warum steht in der aktuellen Sondierungsvereinbarung, dass der Familiennachzug nur begrenzt wiederbeginnen soll (für subsidiär Schutzberechtigte), wenn durch die Änderung der Dublin Regeln sowieso Tür und Tor geöffnet sind für eine völlig unkontrollierte und grenzenlose Zuwanderung nach Deutschland?

MfG

+214

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Kommentare (12)Schließen

  1. Autor Roland Meder
    am 17. Januar 2018
    1.

    Ingeborg, danke dass Sie dieses Thema aufgreifen. Dieses für Deutschland katastrophale Vorhaben des EU-Parlamentes ist sogar dem Spiegel nur eine 1/4 Seite wert.
    Von keinem exponierten deutschen Politiker wird darüber ein Wort verloren bzw. widersprochen. Schweigen ist Zustimmung.
    Nur keine schlafenden Hunde wecken!
    Vor einiger Zeit haben sich verschiedene führende Politiker gegenseitig als "Gurkentruppe" bezeichnet.
    Dem muss man heute uneingeschränkt zustimmen.

  2. Autor Klaus Fink
    am 17. Januar 2018
    2.

    Solche Taschenspielertricks, geschaffene Fakten zulasten des Volkes dem Volk bewusst vorzuenthalten, verfestigen den bereits eingetretenen massiven Vertrauensverlust vieler Bürger in die etablierte Politik.

    Zur Vertrauensfrage sollte man eine OBJEKTIVE repräsentative Umfrage in der Bevölkerung machen.

    Aber bitte nicht durch Forsa, bei der Frau Merkel immer noch auf eine hohe Zustimmungsquote kommt während sich bei einer Umfrage durch YouGov im Dezember 2017 jeder Zweite einen vorzeitigen Rücktritt von Frau Merkel wünscht.

  3. Autor Yan Suveyzdis
    am 17. Januar 2018
    3.

    ich habe über dieser Wahnsinn auch alternative gelesen
    wir MÜSSEN machen Tür zu

  4. Autor Rainer Fleddermann
    am 18. Januar 2018
    4.

    Wenn man bedenkt, dass Europa - was die Aufnahme von Flüchtlingen, Migranten, Asylanten angeht - bis auf die BRD und kleine Alibiaufnahmen in Frankreich und Italien, die "Schotten dicht " gemacht hat, dann ist es absurd, dass gerade die EU solch einen naiven Nachzug regeln will...erst mal den 1. vor dem 2.Schritt tun- nämlich den Zuzug dringends zu stoppen und die Leistungen in der EU zu vereinheitlichen...auf niedrigste Leistungen, damit der pull Effekt gestoppt wird.

  5. Autor Thomas Dischinger
    am 18. Januar 2018
    5.

    Habe diesen link von Frau v. Platen an Bundestagsabgeordnete aus meinem Wahlkreis geschickt und um Stellungnahme gebeten.
    Bin auf das Feedback gespannt. Werde es dann hier posten.

  6. Autor ines schreiber
    am 18. Januar 2018
    6.

    Nächstes Jahr wird die EU erneut gewählt...
    Junker und seine Kollegen werden jetzt noch schnell alles Mögliche was negativ für Deutschland ist durchdrücken...

  7. Autor Katharina Dr.med.Reitmaier
    Kommentar zu Kommentar 1 am 19. Januar 2018
    7.

    Das ist auch vollkommen richtig.Dublin liegt in der EU.-und die EU wechselt
    ständig Ihre Laken;wie sie es brauchen.Da war es schon besser als es noch
    Glühbirnen gab,die wesentlich länger halteten,als sparsame LED Lampen.Und
    warscheinlich auch Irland durch fehlendes controlling in Brüssel,wie Griechen=
    land und Malta die Beitrittskriterien zur EU erschlichen hat.

  8. Autor Johannes Wollbold
    am 19. Januar 2018
    8.

    Na ja, das wird sicher nicht passieren, ohne zumindest mal zu den angegebenen Familienangehörigen Kontakt aufzunehmen. Es geht nicht um einen Familiennachzug, Herr Fleddermann, sondern nur um die Verteilung bereits in die EU Eingereister. Sollte die Regelung in großem Umfang in Anspruch genommen werden, wird sicher beweisbar geprüft. "Eine Prüfung dieser Aussagen ist nicht vorgesehen" heißt nicht "ist ausgeschlossen".

  9. Autor ines schreiber
    am 19. Januar 2018
    9.

    Zu 8
    Verteilung innerhalb der EU... das sind Kontingente...
    Hatte Frau Merkel nicht extra mit der Türkei einen Vertrag ausgehandelt dass alle die in Griechenland stranden , zurück in die Türkei geschickt werden.... dass wir dafür aus türkischen Lagern Syrer nehmen... und die die nach Griechenland geflohen sind , kommen ganz and Ende der Liste... also werden nicht bevorzugt...
    Dann sind da noch Kontingente aus Italien... die Menschen dürften gar nicht verteilt werden... der größte Teil nicht Asylberechtigt ... und zum anderen wurden sie aus Seenot gerettet... auch hier ist das Seenotrettung Gesetz sehr deutlich... Gerettete müssen in den nächstgelegenen Hafen gebracht werden... das schließt Europa aus...
    Die EU ist auf keinen Fall in der Lage dieses Problem zu lösen... es lässt sich nicht lösen , indem man alle Leute hier her holt.... die Kosten dafür sind viel zu hoch , in den Heimatländern könnte man mit diesem Geld viel , viel mehr Gutes tun und für die Menschen erreichen...

  10. Autor Erhard Jakob
    am 12. Februar 2018
    10.

    Alle Armen dieser Welt nach Europa bzw. Deutschland zu
    holen bzw. kommen zu lassen, löst das Problem nicht.
    Dafür sind es viel zu viele.
    .
    Doch das steht schon im Grundgesetz Art. 16 Abs. 2.

  11. Autor Thomas Dischinger
    Kommentar zu Kommentar 5 am 16. Februar 2018
    11.

    Habe bis jetzt keine Antwort von irgendeiner Partei, die ich angeschrieben habe, auf dieses Vorhaben der EU bekommen.. Deute das als: Jeder ist zu feige oder traut sich nicht hier eine Aussage zu machen.. Genau so wenig oder aussagekräftig wird hier die Frage der Pressestelle beantwortet werden.. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
    Danke an den Autor für diesen Beitrag ..

  12. Autor Ingeborg von Platen
    Kommentar zu Kommentar 11 am 16. Februar 2018
    12.

    Es war mir kein Vergnügen aber ein Anliegen, dieses Thema hier aufzubringen. Mit einem anderen Thema (Vorfall in Donauwörth) bin ich an den Moderatoren gescheitert, habe es aber in Kommentarform bei einem anderen, passenden Thema untergebracht. Man wird erfinderisch. Was sagen Sie zu den durch die Antifa in Hamburg verhinderten Protesten?

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